• Uwe Laurisch

Zschopau Tag 3



Am letzten Renntag der WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft 2022 wurden, die letzten Weltmeister des Jahres gekrönt. Zum spannenden Ende der Serie gesellten sich in der Abschlussrunde der Saison Wil Ruprecht (TM Racing), Brad Freeman (Beta) und Harry Edmondson (Fantic) zu Andrea Verona (GASGAS), Zach Pichon (Sherco) und Jane Daniels (Fantic) als FIM-Enduro-Weltmeister 2022.


Zach Pichon fügte seinem Enduro-Junioren-Gesamttitel auch den Junior1-Weltcup-Titel hinzu, während Luc Fargier (Beta) die Junior2-Enduro-Weltcup-Serie gewann. Josep Garcia kam mit dem Geläuf in Sachsen am besten zurecht, gewann beide Tage der siebenten Runde souverän, und sicherte sich so den Gesamtsieg in Zschopau.


Nach sieben langen, harten und abwechslungsreichen Runden ging die WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft, spektakulär zu Ende. Mit Andrea Verona auf GASGAS, der am Samstag zusammen mit Jane Daniels (Fantic), die einen Tag vor Schluss die Magnorange FIM Women’s Enduro World Championship gewann, den EnduroGP-Gesamttitel holte, stand der letzte Tag der Serie definitiv im Zeichen, wer Enduro2– und Enduro3-Meister wird.


Josep Garcia (KTM) beendete den Tag an der Spitze des Feldes. Entschlossen, den Enduro2-Titel zu erringen, ging er weiter auf die Jagd nach Bestzeiten. Der Spanier machte zwar beim Eröffnungs-POLISPORT-Extreme-Test Fehler aber gewann den folgenden JUST1-Enduro-Test und den ACERBIS-Cross-Test, um wieder aufzuschließen. Am Ende des zweiten JUST1-Enduro-Tests hatte der Spanier die Gesamtführung wieder inne und holte sich mit vier weiteren Siegen, den Sieg in der EnduroGP-Klasse.


Während der Kampf um den Enduro3-Titel ebenfalls tobte, genoss Brad Freeman einen seiner stärksten Tage in der Saison. Der Brite hielt die Führung zur Tagesmitte und wurde schließlich Zweiter hinter Garcia. Der neu gekrönte EnduroGP-Champion Verona verdrängte Nathan Watson von Honda Racing RedMoto um vier Zehntelsekunden und wurde Dritter.


Verona beendete seine sensationelle Saison 2022 nicht nur vorzeitig als WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeister, sondern fügte seiner Bilanz einen weiteren Enduro1-Sieg hinzu. Mit 13 von 14 möglichen Rennsiegen ist der Italiener der unangefochtene Enduro1-Weltmeister. Thomas Oldrati (Honda) wurde erneut Zweiter, während Loic Larrieu auf Fantic als Dritter einen seiner besten Fahrtage der Saison bestritt.


In der Kategorie Enduro2 waren die Augen der Zuschauer auf Ruprecht und Garcia gerichtet. Wer wird in der siebenten Runde endgültig den Titel holen? Ruprecht kam zwar über Platz vier nicht hinaus, fuhr aber auf Sicherheit, was zum Schluss reichte um sich seinen ersten FIM Enduro2-Weltmeistertitel zu sichern. Garcia der beide Tage gewann, musste auf Grund der Ereignisse in den voran gegangenen Läufen, mit Platz 2 in der Enduro2-Klasse vorlieb nehmen.


Nachdem Brad Freeman am Samstag die Punktzahlen ausgeglichen hatte, kam er am letzten Renntag punktgleich mit Mikael Persson von Husqvarna Factory Racing in der Enduro3-Klasse ins Ziel. Beide Fahrer hatten sich für den letzten Tag viel vorgenommen. Freeman war bester im POLISPORT Extreme Test, bevor Persson mit dem Sieg im ACERBIS Cross Test und JUST1 Enduro Test konterte. Nach sechs der elf Tests des Tages trennten die Beiden nur sieben Sekunden zugunsten von Freeman. Freeman hielt den Druck stand und konnte seinen Vorsprung ausbauen, um letztendlich zu gewinnen und sich damit die Enduro3-Weltmeisterschaft zu sichern.


Zach Pichon vom Team Sherco CH Racing beendete seine äußerst erfolgreiche Enduro-Junior-Karriere und holte seinen 11. Saisonsieg. Nachdem Pichon bereits in Runde sechs den Junioren-Titel sicherte, gewann er auch den Junior1-Weltcup. Roni Kytonen (Honda) und Albin Norrbin (Fantic) schlossen sich ihm auf den Plätzen zwei und drei auf dem Junior-Podium an. Als Vierter sicherte sich Luc Fargier (Beta) den Junior2-Weltcup-Titel.


Die Enduro Youth World Championship wurde von Harry Edmondson auf Fantic gewonnen. Der junge britische Fahrer hatte einen 14-Punkte-Vorsprung vor dem letzten Renntag, hatte aber einer starken Konkurrenz mit Teamkollege Kevin Cristino im Nacken. Nach fünf Tests kontrollierte Cristino seine Klasse vor Edmondson, Samuli Puhakainen (TM Racing) und Thibault Giraudon (Sherco). Giraudon gewann den Tag vor Cristino und Puhakainen. Edmondson reichte hingegen der vierte Platz, um sich seinen ersten Weltmeistertitel zu sichern.


Nachdem die Magnorange FIM Women’s Enduro World Championship bereits am ersten Fahrtag entschieden war, unterstrich Jane Daniels noch einmal ihre Dominanz. Daniels absolvierte den ganzen Tag fehlerfrei , gewann jeden Sondertest, und blieb so 2022 ungeschlagen. Riejus Mireia Badia kompletierte das Podium als Zweite, Rosie Rowett auf KTM wurde Dritte.



Luca Fischeder startete super in den Prolog am Freitag, musste bekanntermaßen am Samstag nach einem Sturz in Führung liegend, wegen technischen Defekts aufhören, und am Sonntag beendete er nach 3 Tests das Rennen...

Für Jeremy Sydow lief es bei seinem WM-Debüt besser. Mir einigen Bestzeiten aller Junioren, aber auch noch mit Problemen gerade beim Extremtest. Doch der 6. Platz am ersten Fahrtag und der 5. Platz am Sonntag waren schon einmal eine Duftnote im neuen Metier...


Fahrerstimmen:


Brad Freeman (Beta):


„Nachdem ich gestern beim Enduro3-Titel gleichgezogen war, ging es heute um alles oder nichts. Mikael Persson und ich wollten auf jeden Fall gewinnen. Es war ein hartes Jahr, wahrscheinlich eines der härtesten durch meine Verletzungen. Es mit meinem achten WM-Titel zu beenden, ist unglaublich.“


Wil Ruprecht (TM Racing):


„Einen Weltmeistertitel zu gewinnen, war schon als kleines Kind ein Traum von mir. Aber es war nicht leicht. Es war ein gutes Jahr, großartige Ergebnisse gemischt mit einigen harten Tagen, also ist es unglaublich, diesen Traum zu erfüllen.“


Josep García (KTM):


„Mein Ziel war es, an beiden Tagen um den Sieg zu kämpfen und zu hoffen, dass mir vielleicht das Glück für den Enduro2-Titel über den Weg läuft. Ich konnte jeden Tag gewinnen, aber die Meisterschaft sollte leider nicht sein. Ich habe das Gefühl, dass ich ein großartiges Jahr hingelegt habe, aber eine Verletzung in Italien brachte sowohl die EnduroGP- als auch die Enduro2-Meisterschaft außer Reichweite. Ich bin aber froh, dass ich mit zwei Siegen hier in Deutschland einen Höhepunkt erreicht habe.“



Ergebnisse: Rnd7 – GP von Deutschland, Tag 2

Enduro GP


  • Josep Garcia (KTM) 1:03:46.07

  • Brad Freeman (Beta) 1:04:01.88

  • Andrea Verona (GASGAS) 1:04:29.55

  • Nathan Watson (Honda) 1:04:29.94

  • Mikael Persson (Husqvarna) 1:04:41.73

  • Steve Holcombe (Beta) 1:04:45.71

  • Thomas Oldrati (Honda) 1:05:53.70

  • Daniel McCanney (Sherco) 1:06:14.92

  • Daniel Milner (Fantic) 1:06:16.95

  • Leo Le Quere (Sherco) 1:06:24.80


Die FIM Enduro-Weltmeister 2022


  • EnduroGP: Andrea Verona (GASGAS)

  • Enduro1: Andrea Verona (GASGAS)

  • Enduro2: Wil Ruprecht (TM Racing)

  • Enduro3: Brad Freeman (Beta)

  • Enduro Junior: Zach Pichon (Sherco)

  • Enduro Youth: Harry Edmondson (Fantic)

  • Enduro Women: Jane Daniels (Fantic)

  • Junior1 World Cup: Zach Pichon (Sherco)

  • Junior2 World Cup: Luc Fargier (Beta)

Ergebnisse gesamt:


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B04Classification_Enduro_3
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B06Classification_Junior_1
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B07Classification_Junior_2
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B08Classification_Youth
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B09Classification_Women
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B10Classification_Open2s
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B10Classification_Open2s
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B12Classification_OpenSenior
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B12Classification_OpenSenior
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B13Classification_Club_Team
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NATIONALS D2
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